Emilia Chukwu und Valerija Meier an der U18-Europameisterschaft in Rieti
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Zwei Athletinnen des TV Zofingen reisen in den kommenden Tagen nach Rieti: Emilia Chukwu (Siebenkampf) und Valerija Meier (Speerwurf) gehören zum 41-köpfigen Schweizer Aufgebot, das vom 16. bis 19. Juli an der U18-Europameisterschaft in Italien antritt. Swiss Athletics nominierte insgesamt 22 Frauen, 19 Männer.
Für Valerija Meier ist es bereits der zweite internationale Einsatz im Nationaldress, für Emilia Chukwu die Premiere. Beide haben sich in den letzten Wochen intensiv vorbereitet und beide erzählen offen, was die Selektion für sie bedeutet.
„Zuerst war ich sehr erleichtert“
Bei Emilia Chukwu kam die Bestätigung per E-Mail: „Ich habe ein Email bekommen für eine offizielle Selektion. Zuerst war ich sehr erleichtert, weil ich lange auf das Email gewartet habe. Als ich es aber öffnete, war alles sehr surreal.“ Am Anfang der Saison hätte sie nicht damit gerechnet, im Siebenkampf an einer U18-EM zu starten.
Auch bei Valerija Meier war die Freude gross: „Ich habe die Nachricht mit grosser Freude erhalten. Im ersten Moment war ich sehr stolz und erleichtert, weil sich die harte Arbeit der letzten Monate ausgezahlt hat.“
Zwischen Training, Organisation und Schulferien
In den letzten Tagen vor der Abreise dreht sich bei Emilia vieles um Organisatorisches: Dokumente unterschreiben, Team-Kleidung abholen, Absprachen mit den Betreuungspersonen. „Gleichzeitig gilt es immer noch zu trainieren und viel Regeneration zu machen. Zum Glück sind Schulferien!“
Valerija setzt in dieser Phase vor allem auf technische Feinheiten und Erholung: „Ich versuche, ausgeruht und gesund nach Rieti zu reisen und mich mental auf den Wettkampf einzustellen.“
Erfahrung trifft auf Vorfreude
Für Valerija ist es nicht der erste grosse Auftritt im Nationaldress und sie weiss, was sie diesmal anders machen will: „Bei meinem ersten internationalen Einsatz habe ich gelernt, mich nicht zu sehr von der Grösse des Wettkampfs ablenken zu lassen. Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, meiner Vorbereitung und meinen Routinen zu vertrauen.“ Gleichzeitig will sie die Erfahrung diesmal bewusster geniessen: „Leistung ist wichtig, aber auch der Spass am Sport und das Erlebnis selbst sollen nicht zu kurz kommen.“
Emilia freut sich vor allem auf die Atmosphäre: „Mein Ziel für Rieti ist es einfach, Spass zu haben und die Umgebung und Atmosphäre zu geniessen und zu beobachten. Klar möchte ich auch möglicherweise eine neue persönliche Bestleistung aufstellen.“ Valerija hat sich ein klares sportliches Ziel gesetzt: den Final erreichen und die 50-Meter-Marke knacken.
Speer und Siebenkampf
Am Speerwurf reizt Valerija besonders die Mischung aus Technik, Geschwindigkeit und Kraft: „Mich motiviert es, an den technischen Details zu arbeiten und zu sehen, wie sich das Schritt für Schritt in besseren Würfen widerspiegelt.“ Entscheidend seien oft Kleinigkeiten: ein guter Rhythmus im Anlauf, ein sauberer Übergang in die Wurfposition, ein explosiver Abwurf – „oft entscheiden kleine technische Details über mehrere Meter Weite.“
Im Siebenkampf sieht das ganz anders aus. Emilia trainiert praktisch täglich zwei Disziplinen kombiniert, meist eine Wurf- mit einer Lauf- oder Sprungdisziplin. Welche Disziplin ihr am besten liegt, kann sie nicht pauschal sagen – „es kommt immer wieder auf den Tag drauf an“ – aber auf den Speer freut sie sich besonders. Die grösste Knacknuss ist für sie der 800-Meter-Lauf, die letzte der sieben Disziplinen: „Es ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch die siebte Disziplin, und man ist schon recht müde.“
Der Rückhalt aus dem Verein
Beide betonen, wie wichtig die Unterstützung aus Zofingen für sie ist. Emilia: „Der TV Zofingen ist nicht ein sehr grosser Verein, was aber ein enges Zusammengehörigkeitsgefühl ermöglicht. Genau bei einer solchen Vorbereitung für einen grossen Wettkampf merkt man, wie alle wirklich hinter einem stehen und dich auch aus der Distanz unterstützen.“ Auch die Infrastruktur mit dem Stadion hebt sie hervor.
Valerija sieht das ähnlich: „Der TV Zofingen bietet ein sehr motivierendes Umfeld. Ich werde von meinen Trainern und Teamkolleginnen und Teamkollegen hervorragend unterstützt. Diese positive Atmosphäre hilft mir, mich optimal auf grosse Wettkämpfe vorzubereiten.“
Nervosität? Kommt noch.
Spannend: Beide sind kurz vor der Abreise noch relativ gelassen. Emilia: „Um ehrlich zu sein, bin ich gar noch nicht so nervös, da es irgendwie in meinem Kopf immer noch so surreal ist. Die Vorfreude ist momentan viel grösser. Sicher wird es dann vor dem Wettkampf noch kritischer, da helfen gute Organisation und geregelte, geplante Abläufe.“
Valerija sagt: „Ein gewisses Mass an Nervosität gehört für mich dazu und zeigt, dass der Wettkampf wichtig ist. Ich konzentriere mich auf meine Vorbereitung und meine gewohnten Abläufe. Das gibt mir Sicherheit.“
Eine Botschaft an den Nachwuchs
Zum Schluss haben beide einen Ratschlag für die jüngeren Athletinnen und Athleten im Verein. Valerija: „Bleibt geduldig, arbeitet konsequent an euren Zielen und habt Freude am Sport. Erfolge kommen selten von heute auf morgen.“ Emilia ergänzt: „Man soll immer dranbleiben, auch wenn es fast unmöglich scheint, man weiss nie, was passieren kann. Und das Wichtigste ist, Spass zu haben. Wenn man Spass hat an dem, was man macht, kommt das auch meistens viel besser raus.“
Der TV Zofingen wünscht Emilia Chukwu und Valerija Meier viel Erfolg in Rieti!

Autor: dgu
Bilder: z. V.

